Liebe

„Geliebt wirst du einzig, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren“. Der deutsche Philosoph Adorno hat diesen ergreifenden Satz in Bezug auf die Liebe formuliert. Wenn wir von Liebe reden, dann fallen uns diejenigen ein, die uns am nächsten stehen: Kinder oder Enkel, der Partner, die zwei oder drei besten Freunde. Und natürlich unsere Eltern. Dadurch, dass sie uns geliebt haben, lehrten sie uns, die Liebe weiterzugeben. Liebe können wir nicht wollen, weder sie erzwingen noch zur Pflicht machen. Sie ist eine Empfindung. Es ist ohne Zweifel das höchste Gut, zu lieben und von Liebe erfüllt sein Handeln auszurichten. Wenn wir lieben, geben wir ganz selbstverständlich und automatisch, einfach von Herzen. So wie Mütter ihre Kinder nicht stillen, weil es ihre Pflicht ist, sondern schlicht darum, weil sie sie lieben. Liebe hat eine Vielzahl von Gesichtern und wird hinter diesen Gesichtern doch immer als die eine erkannt. Liebe zeichnet sich dadurch aus, dass der Mensch sie mit einer bestimmten Intensität, einer bestimmten Dauer und zum richtigen Zeitpunkt teilt. Und das wir im Verschenken oder im Annehmen präsent sind. Wir sind nirgendwo anders, sondern ganz gegenwärtig, nicht in Gedanken oder mit anderen Dingen nebenbei beschäftigt. So sind wir ganz füreinander da, erfreuen uns aneinander und schützen die Verletzlichkeit des anderen, die eingangs benannt wurde.

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